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In der Fraktalen Kunst

... vermischen sich Wissenschaft und Technik mit der Kreativität des Künstlers.

Die Fraktale, die ich zeige, sind ein Paradoxon, denn sie vereinen Wissenschaft und Technik mit Kreativität und Sensibilität.

Meine hohe Sensibilität ermöglicht es mir, die schönen Strukturen in einem unausgearbeiteten Fraktal wahrzunehmen und heraus zu arbeiten. Die dabei in mir entstehenden Emotionen, Wünsche und Visionen fließen in diesen Entwicklungsprozess hinein und es entsteht ein einzigartiges Werk, dass es so kein zweites Mal geben wird.

Anfangs hatte jedes Fraktal einen Titel bzw. Namen. Doch mit der Zeit wurde es immer schwieriger, einen passenden Namen zu finden. Dies hatte seine Hauptursache in einer sich wiederholenden Beobachtung, welche mich mit der Zeit immer nachdenklicher machte.

Hatte ein Fraktal einen Titel, so wurde häufig versucht, das Bild unter Berücksichtigung dieses Namens zu interpretieren. Es schien, als konnte kaum jemand mehr sagen, was er oder sie selbst darin sah. Ganz anders bei den namenlosen Fraktalen: Ich erhielt ein buntes Sammelsurium von Interpretationen, Wahrnehmungen und Gefühlen des jeweiligen Betrachters. Sehen ist ein aktiver Vorgang, denn es erfolgt stets eine aktive Interpretation des Gesehenen. Solange die Fraktale Titel tragen, steht die Wahrnehmung des Namens also in einem direkten Zusammenhang mit der Wahrnehmung des eigentlichen Bildes und es werden wechselseitige Rückschlüsse aufeinander gezogen.

Ich habe mich daher nun dazu entschlossen, in Zukunft (und rückwirkend, so weit es geht) auf Titel und Namen für meine Fraktale zu verzichten, damit nicht ein Teil meiner Interpretation die Wahrnehmung des Betrachters beeinflusst, sondern jede/r für sich selbst und unvoreingenommen in ein Fraktal eintauchen, es erleben und wahrnehmen kann.

Dabei wünsche ich nun viel Spaß :-)